02. Nov
Dan­cing on the Edge!

Fr 19:30 Uhr

Dessau

Anhaltisches Theater

Preis: 34 bis 7 EUR
Tickets

Anhaltische Philharmonie Dessau

Elisa Gogou Dirigentin

Ulf Paulsen Bariton

Modest Mussorgski „Lieder und Tänze des Todes“ für Bari­ton und Orches­ter

Leonard Bernstein “Sym­pho­nic Dances” aus “West Side Story”

Rudi Stephan „Lie­bes­zau­ber“ für Bari­ton und Orches­ter

Nikos Skalkottas Fünf grie­chi­sche Tänze

Liebe, Tod und Tanz – das sind die zen­tra­len Themen, die sich in unter­schied­li­cher Gewich­tung durch diesen abwechs­lungs­rei­chen Kon­zert­abend ziehen. Modest Mus­sorg­ski, der genia­le rus­si­sche Kom­po­nist, hat 1877 mit seinen Lie­dern und Tänzen des Todes ein Werk vor­ge­legt, das in seiner beklem­mend rea­lis­ti­schen und dra­ma­ti­schen Gestal­tung in der Lied­kunst sei­nes­glei­chen sucht. Wir erle­ben den Tod am Bett eines kran­ken Kindes, als schein­hei­li­gen Trou­ba­dour, als fal­schen Freund und als Feld­herrn im Krieg. Ein Opfer jenes „Feld­herrn“ wurde der deut­sche Nach­wuchs­kom­po­nist Rudi Ste­phan, der 1915 im Alter von 28 Jahren als Soldat im Ersten Welt­krieg fiel. Viel­ver­spre­chend hatte seine künst­le­ri­sche Lauf­bahn begon­nen. Gerade 20-jährig ver­ton­te er in ebenso packen­der wie sinn­li­cher Weise eine Bal­la­de Fried­rich Heb­bels, in der ein junges Mäd­chen in Lie­bes­nö­ten eine Hexe auf­sucht und dabei von ihrem Gelieb­ten unge­se­hen beob­ach­tet wird. Den Rahmen des Kon­zert­pro­gramms bilden zwei Werke, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten. Zwar han­delt es sich in beiden Fällen um Tänze, aber wäh­rend Nikos Skal­kottas tra­di­tio­nel­le grie­chi­sche Volks­mu­sik in das Klang­ge­wand eines moder­nen Sin­fo­nie­or­ches­ters hüllt, sind Leo­nard Bern­steins Sin­fo­ni­sche Tänze eine Art Suite – eine Zusam­men­stel­lung der zahl­rei­chen Tan­z­epi­so­den, die das Musi­cal West Side Story (1957) ganz ent­schei­dend prägen. Und in wel­chem Werk wären Liebe, Tod und Tanz untrenn­ba­rer mit­ein­an­der ver­bun­den als in West Side Story?!

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