Marko Niko­di­je­vic

Werke:
  • "GHB / Tanzaggregat" für Orchester
Konzerte:

14. Nov. Phönix!

15. Nov. Phönix!

Der 1980 in Subo­ti­ca (Ser­bi­en) gebo­re­ne Marko Niko­di­je­vić stu­dier­te ab 1995 an der Uni­ver­si­tät der Künste Bel­grad Kom­po­si­ti­on, außer­dem Mathe­ma­tik und Physik. Sein Kom­po­si­ti­ons­leh­rer war zunächst Srdjan Hofman, von 2002 bis 2003 Zoran Erić. 2003 über­sie­del­te er nach Deutsch­land, wo sich ein Auf­bau­stu­di­um bei Marco Strop­pa an der Staat­li­chen Hoch­schu­le für Musik und dar­stel­len­de Kunst Stutt­gart anschloss (bis 2005). 2008 bis 2009 folg­ten pri­va­te musik­theo­re­ti­sche Stu­di­en bei Bernd Asmus.

 

Kom­po­si­to­risch nutzt Niko­di­je­vić der Mathe­ma­tik ent­lehn­te Ver­fah­ren (Frak­ta­le), Spek­tral­mu­sik, ver­bin­det tra­di­tio­nel­le Instru­men­te mit digi­tal gene­rier­ten Klän­gen und greift auch Ele­men­te des Techno und Pop auf. In seinem Werk­ver­zeich­nis finden sich über­wie­gend Kom­po­si­tio­nen für Kam­mer­en­sem­ble, dar­un­ter ketamin/schwarz für Trom­pe­te, Posau­ne, Gitar­re, Vio­lon­cel­lo, Kla­vier, 2 Schlag­zeu­ger und Live-Elek­tro­nik (2012 bei den Donau­eschin­ger Musik­ta­gen urauf­ge­führt). 2014 kam wäh­rend der Mün­che­ner Bien­na­le seine Kam­mer­oper „Vivier – Ein Nacht­pro­to­koll“ zur Urauf­füh­rung, die um Leben und Tod des Kom­po­nis­ten Claude Vivier kreist.

 

Für seine Kom­po­si­tio­nen erhielt Marko Niko­di­je­vić meh­re­re Aus­zeich­nun­gen, dar­un­ter 2008 den Kom­po­nis­ten­preis der Bran­den­bur­ger Bien­na­le, 2010 den Ersten Preis der Inter­na­tio­na­len Gau­dea­mus Muzie­kweek in Ams­ter­dam 2010 für „cvetić, kućica… – la lugub­re gon­do­la“ [trau­er­mu­sik nach franz liszt] und 2013 den För­der­preis der Ernst von Sie­mens Musik­stif­tung in Mün­chen. 2012 bis 2013 war er Sti­pen­di­at an der Cité Inter­na­tio­na­le des Arts in Paris.