John Ire­land

Werke:
  • "A Download Suite"
Konzerte:

20. Okt Windkraft und Sonnenfeuer

John Nichol­son Ire­land (1879 – 1962) ent­stamm­te einer Fami­lie schot­ti­scher Her­kunft. Mit 14 Jahren wurde er an das Royal Col­le­ge of Music in London auf­ge­nom­men, stu­dier­te dort Kla­vier und Orgel, später auch Kom­po­si­ti­on bei Charles Vil­liers Stan­ford. Anschlie­ßend wurde er am Col­le­ge selbst Lehrer. Zu seinen Schü­lern gehör­ten Ernest John Moeran und Ben­ja­min Brit­ten. Er wirkte außer­dem als Orga­nist und Chor­lei­ter an der St. Luke’s Church, Chel­sea, London.
Von Stan­ford über­nahm Ire­land eine gründ­li­che Kennt­nis der Musik von Beet­ho­ven, Brahms und ande­rer deut­scher Klas­si­ker, als junger Mann jedoch wurde er eben­falls stark beein­flusst von Debus­sy und Ravel, wie auch den frü­he­ren Werken von Stra­win­ski und Bartók. Unter diesen Ein­flüs­sen ent­wi­ckel­te er seinen eige­nen Stil eines »eng­li­schen Impres­sio­nis­mus«, der sich eher auf rus­si­sche und fran­zö­si­sche Vor­la­gen bezog als auf den vor­herr­schen­den eng­li­schen Volks­lied-Stil.
Sein Schaf­fen umfasst Kam­mer­mu­sik und eine grö­ße­re Anzahl von Kla­vier­wer­ken, ein­ge­schlos­sen sein bekann­tes­tes Stück „The Holy Boy“, von dem zahl­rei­che Arran­ge­ments exis­tie­ren. Seine Lieder nach Gedich­ten von A. E. Hous­man, Thomas Hardy, Chris­ti­na Ros­set­ti, John Mase­field und Rupert Brooke sind eine Berei­che­rung des eng­li­schen Vokal­re­per­toires. Infol­ge seiner Stel­lung an der St. Luke’s Church schrieb er dar­über hinaus Hymnen, Chor­lie­der und andere geist­li­che Chor­mu­sik. Manche seiner Werke, etwa die popu­lä­re „A Down­land Suite“, wurden von seinem Schü­ler Geoff­rey Bush ver­voll­stän­digt oder neu gefasst.