Ber­nard Herr­mann

Werke:
  • „Psycho“
Konzerte:

16. Okt. BrennWeite

Der 1911 in New York gebo­re­ne Diri­gent und Kom­po­nist wurde vor vor allem durch seine Film­kom­po­si­tio­nen bekannt. Beson­de­re Berühmt­heit erlang­te Herr­mann durch seine Zusam­men­ar­beit mit Regis­seur Alfred Hitch­cock, für den er unter ande­rem die Musik zum Film­klas­si­ker „Psycho“ kom­po­nier­te.

Ber­nard Herr­mann stamm­te aus einer jüdi­schen Mit­tel­klas­se­fa­mi­lie rus­si­scher Her­kunft und wurde in New York City als Max Herman gebo­ren. Nach seinem Stu­di­um an der Juil­li­ard School war er eine Zeit lang als Diri­gent tätig und arbei­te­te auch als Kom­po­nist für den Sender CBS. Dort traf er den jungen Regis­seur Orson Welles, für den er später u.a. die Musik für seinen berühm­ten Film „Citi­zen Kane« (1941) schrieb.

Für Alfred Hitch­cock ver­ton­te er u.a. „Immer Ärger mit Harry« (1956), „Ver­ti­go« (1958), „Der unsicht­ba­re Dritte« (1959) bis hin zu „Marnie« (1964). In Hitch­cocks eige­nem Remake von „Der Mann, der zuviel wußte« von 1956 war Herr­mann dann als Diri­gent im Film zu sehen. Die wohl berühm­tes­te und auf­grund ihrer sti­lis­ti­schen Eigen­art meist­zi­tier­te Film­mu­sik für Hitch­cock schrieb Herr­mann 1960 für den Film „Psycho«.

Nach dem Ende der Zusam­men­ar­beit mit Hitch­cock zog Herr­mann nach Eng­land und schrieb dort zahl­rei­che Film­mu­si­ken, dar­un­ter 1966 die Musik zu François Truf­fauts „Fah­ren­heit 451″. Sowie zu Sci­ence-Fic­tion- und Fan­ta­sy-Filmen, wie „Die Reise zum Mit­tel­punkt der Erde« (1959), „Sind­bads sie­ben­te Reise« (1958), „Jason und die Argo­nau­ten« (1963), „Die geheim­nis­vol­le Insel« (1961), „Herr der drei Welten« (1960), und „Die Wiege des Bösen« (1974).

Ab den späten 1950er-Jahren schrieb Herr­mann auch Musik für Fern­seh­se­ri­en.

Die letzte Arbeit Herr­manns war die Film­mu­sik für Martin Scor­se­ses „Taxi Driver«. Ber­nard Herr­mann starb im Schlaf, einen Tag, nach­dem er die Musik­auf­nah­men für „Taxi Driver“ been­det hatte. Der Film wurde seinem Andenken gewid­met.

Neben der Film­mu­sik schrieb Herr­mann auch eine Reihe von Werken für den Kon­zert­saal.