SPIEL IM SAND! (Urauf­füh­rung)
Musik­thea­ter in zwei Teilen

MI 11.10.
OPER HALLE 19.30 Uhr
Fes­ti­val­er­öff­nung
DO 12.10. 
OPER HALLE 11.00 Uhr, Jugend­vor­stel­lung
SA 14.10.
OPER HALLE 11.00 Uhr, Fami­li­en­vor­stel­lung
SO 15.10.
OPER HALLE 15.00 Uhr, Fami­li­en­vor­stel­lung

Text: Astrid Vehstedt und Feder­i­co Garcia Lorca
Musik: Leyan Zhang (China), Hans Rotman (Hol­land)

Musi­ka­li­sche Lei­tung: Hans Rotman
Regie/Bühnenbild: Astrid Vehstedt
Kos­tü­me: Pia Wes­sels

mit

Julie Martin du Theil (Sopran), Martin Häßler (Bari­ton), Amadeu Tasca (Bari­ton), Asala Thayer Naji, Bassim Al Tayep, Moham­med Ayad Radha

Ishtar Ensem­ble: Diana Zavi­ryuk­ha (Vio­li­ne) Sujung Lee (Kla­vier), Mikiko Motoi­ke (Kla­vier), Andre­as Weh­ren­fen­nig (Harfe), Chris­ti­an Sobbe (Per­cus­sion)

„Ame­ri­ca will start win­ning again. Ame­ri­ca will start win­ning like never before“/“Allah sei Dank, der für uns nach Jahr­zehn­ten der Demü­ti­gung und Unter­wer­fung den Isla­mi­schen Staat wieder ins Leben geru­fen hat“ (aus: Donald Trumps inau­gu­ra­ti­on speech / Mani­fest von IS-Kämp­fe­rin­nen).

Die Musik­thea­ter­pro­duk­ti­on „Spiel im Sand“ the­ma­ti­siert den Popu­lis­mus west­li­cher Prä­gung, die Machen­schaf­ten von War­lords in ent­le­ge­nen Kri­sen­ge­bie­ten und deren Spra­che des Ter­rors. Von den aktu­el­len Kriegs­hand­lun­gen und deren Rhe­to­rik hier wie dort wird ein Bogen zur faschis­ti­schen Franco-Dik­ta­tur im Spa­ni­en der 1930er Jahre geschla­gen, jenem mili­tä­ri­schen und poli­ti­schen Labor für die damals schwe­len­den Kon­flik­te in ganz Europa. Es geht um Macht­kämp­fe, Sen­dungs­be­wusst­sein im Namen des Volkes und iden­ti­tä­re Gedan­ken­mus­ter. Aus einem schein­bar harm­lo­sen spie­le­ri­schen Wett­kampf zwi­schen zwei Män­nern wird ein veri­ta­bler Kon­flikt, ein Drit­ter mischt sich ein und wirbt für eine GEMEINSAME SACHE, eine staat­li­che und reli­giö­se Iden­ti­tät. Ein Frem­der, der mit den Dreien nichts zu tun hat, wird zum Feind­bild aus­er­ko­ren, gegen das sie sich ver­bün­den und ihn zum Opfer machen.

Das Stück besteht aus zwei Teilen: der erste Teil wird von drei ara­bisch­spra­chi­gen Schau­spie­lern aus dem Irak ver­kör­pert (zwei Män­nern und einer Frau), die musi­ka­lisch von Per­cus­sion unter­stützt werden. Die Musik für diesen Teil stammt von der jungen chi­ne­si­schen Kom­po­nis­tin Leyan Zhang. Der anschlie­ßen­de zweite Teil für drei Sänger (eine Frau und zwei Männer) sowie fünf Instru­men­ta­lis­ten, die den Sän­gern eben­bür­tig zur Seite stehen (Vio­li­ne, Harfe, zwei Kla­vie­re und Per­cus­sion), stammt von Hans Rotman, der damit zum ersten Mal als Kom­po­nist beim IMPULS­Fes­ti­val und an der Oper Halle ver­tre­ten ist. Die Regie ist in Händen von der Auto­rin und Regis­seu­rin Astrid Vehstedt. Video­frag­men­te betten die poli­ti­sche Fabel in geschicht­li­che Kon­tex­te ein.

Es wird in deut­scher, spa­ni­scher, eng­li­scher und ara­bi­scher Spra­che gespro­chen und gesun­gen.

Eine Koope­ra­ti­on des Impuls-Fes­ti­val für Neue Musik in Sach­sen Anhalt mit der Oper Halle und dem Tarkib Thea­ter Bagdad.