Annet­te Schlünz

1964 in Dessau gebo­ren, von 1983 bis 1991 Stu­di­um Kom­po­si­ti­on (Udo Zim­mer­mann, Paul-Heinz Dittrich), Kla­vier, Ton­satz, Elek­tro­ni­sche Musik und Diri­gie­ren an der Dresd­ner Musik­hoch­schu­le und der Ber­li­ner Aka­de­mie der Künste. Ab 1987 Tätig­keit   am Dresd­ner Zen­trum für zeit­ge­nös­si­sche Musik, bis 2006 Orga­ni­sa­ti­on spe­zi­el­ler län­der­über­grei­fen­der Pro­jek­te. Schrieb Kammer- und Orches­ter­mu­sik, elek­tro­ni­sche Musik, 4 Opern und rea­li­sier­te Per­for­man­ces mit Kla­vier und Video. Auf Ein­la­dung der Goethe-Insti­tu­te Kom­po­si­ti­ons­kur­se in Süd­ame­ri­ka, Viet­nam, Kopen­ha­gen, Madrid, Riga, Chi­ca­go, war viel­fach Dozen­tin beim Bun­des­wett­be­werb „Jugend kom­po­niert“, unter­rich­te­te in den Feri­en­kur­sen der Kom­po­nis­ten­klas­sen Sach­sen-Anhalt (2007 – 2016) und bis heute in Dresden.

Seit 2010 hat sie einen Lehr­auf­trag an der Uni­ver­si­tät Stras­bourg inne, 2012 war sie Dozen­tin für Kom­po­si­ti­on an der Aca­dé­mie – Con­ser­va­toire Stras­bourg und setzt dort seit­dem diese Tätig­keit in drei­mal jähr­lich statt­fin­den­den Kom­po­si­ti­ons­work­shops fort.

Jury­mit­glied inter­na­tio­na­ler Kompositionswettbewerbe.

Preise: Hanns-Eisler-Preis 1990, Hei­del­ber­ger Künst­le­rin­nen-Preis 1998, Preis­trä­ger beim 2. Forum junger Kom­po­nis­ten des Ensem­ble Aleph 2002.

Sti­pen­di­en: Deut­sche Aka­de­mie Villa Mas­si­mo Rom 1999, Schloss Soli­tu­de Stutt­gart 1999/2000, Höge 2003, Künst­ler­hof Schrey­ahn 2006 und 2017; mehr­fach com­po­ser-in-resi­dence im elek­tro­ni­schen Studio GRAME Lyon, 2009 beim Impuls-Fes­ti­val in Sach­sen-Anhalt, 2010 beim Fes­ti­val „musi­ques déme­s­u­rées“ in Cler­mont-Fer­rand, 2014 Deut­sches Stu­di­en­zen­trum Venedig.

Seit 2010 ist sie Ordent­li­ches Mit­glied der Säch­si­schen Aka­de­mie der Künste, seit 2011 der Freien Aka­de­mie Ham­burg und seit 2014 im Künst­le­ri­schen Beirat der HEAR (Haute Ecole des Arts du Rhin) Strasbourg-Mulhouse.

2017 wurde ihre Oper „Tre volti“ in Zusam­men­ar­beit mit Jere­mi­as Schwar­zer (Libret­to: Ulrike Dra­es­ner, Regie: Ingrid von Wan­toch Rekow­ski) mit Diet­rich Hen­schel, Petra Hoff­mann, einem Vokal­quar­tett, 5 Instru­men­tal­so­lis­ten und dem Con­cer­to Köln bei den Schwet­zin­ger Fest­spie­len uraufgeführt.

 

Lebt frei­schaf­fend in Süd­deutsch­land und Frankreich.

 

(www.ricordi.de/schluenz-annette)

(www.boosey.com/schlunz)