Jean-Phil­ip­pe Wurtz (Coa­ching)

Der 1968 gebo­re­ne Jean-Phil­ip­pe Wurtz stu­dier­te am Natio­na­len Kon­ser­va­to­ri­um der Region Straß­burg, wo er erste Preise in den Berei­chen Kla­vier, Kam­mer­mu­sik, Ana­ly­se, Har­mo­nie und Kon­tra­punkt erhielt. Wäh­rend seiner Zeit dort arbei­te­te er eng mit Jean-Louis Haguen­au­er zusam­men und wurde 1993 zu seinem Assis­ten­ten.

Er setzte sein Stu­di­um an der Karls­ru­her Musik­hoch­schu­le bei Ernest Bour fort. Zur glei­chen Zeit wurde er als Stu­dent am Inter­na­tio­nal Eötvös Insti­tu­te auf­ge­nom­men, wo er bei Péter Eötvös stu­dier­te. Er diri­gier­te die Ensem­bles Asko, Modern und Cont­rech­amps, u.a. in Szom­ba­the­ly (Ungarn) und am Acan­thes Center in Frank­reich.

Nach­dem er als Assis­tent von Kent Nagano und Péter Eötvös gear­bei­tet hatte, grün­de­te er 1998 das Ensem­ble Linea für zeit­ge­nös­si­sche Musik.

Von 1997 bis 2000 war er Direk­tor der musi­ka­li­schen Stu­di­en an den Opern von Mont­pel­lier und Che­fas­sis­tent des Mont­pel­lier Langue­doc-Rouss­il­lon Orches­tra, wo er u.a. mit Diri­gen­ten wie Frie­de­mann Layer, Armin Jordan, Stuart Bed­ford und Regis­seu­ren wie Robert Carsen, Daniel Mes­guich, Alfre­do Arias und Jac­ques Nichet zusam­men­ar­bei­te­te.

Im Laufe seiner Kar­rie­re lei­te­te er die fol­gen­den Orches­ter / Ensem­bles: Ensem­ble Modern, Ensem­ble Linea, Kam­mer­en­sem­ble Neue Musik Berlin, Ensem­ble Plural, Ensem­ble Smash, Ensem­ble Accro­che Note, Orches­ter Natio­nal der Pays de Loire, Orches­ter Natio­nal de Bor­deaux-Aqui­tai­ne , Ensem­ble Inter­mo­du­la­cio, Ensem­ble Alter­n­an­ce, Ensem­ble Ach-Ton, Ensem­ble Talea, Orches­t­re Natio­nal de Mont­pel­lier, Phil­har­mo­nia-Orches­ter, ECCE usw.

Er wurde regel­mä­ßig zu fol­gen­den Musik­fes­ti­vals ein­ge­la­den: Straß­burg (Musica), Mont­pel­lier (Radio-France), Buda­pest (Herbst­fes­ti­val), Brüs­sel (Ars Musica), Hud­ders­field (HCMF), Madrid, Buka­rest, Vic­to­ria, Darm­stadt (Feri­en­kur­sen), Buf­fa­lo (Juni in Buf­fa­lo), New York (Lin­coln Center), Royau­mont Foun­da­ti­on (Frank­reich), Seoul (ACL) usw.

Sein Enga­ge­ment für den Musik­un­ter­richt führte zu regel­mä­ßi­gen Koope­ra­tio­nen mit den Musik­hoch­schu­len in Bremen, Essen, Karls­ru­he, Deutsch­land, dem Kon­ser­va­to­ri­um für Musik und Tanz in Paris, der Haute Ecole des Arts du Rhin, das Straß­bur­ger Kon­ser­va­to­ri­um und der Eötvös-Stif­tung in Ungarn.

Als Diri­gent brach­te er viele Urauf­füh­run­gen heraus, dar­un­ter Stücke von Klaus Huber, Péter Eötvös, Brian Fer­ney­hough, Micha­el Jar­rell, Wolf­gang Rihm, Young­hi Pagh-Paan, Unsuk Chin, Raphaël Cendo, Fran­ces­co Fili­dei, Alber­to Pos­a­das, Mark André, Frédé­ric Durieux , usw.

Im Sep­tem­ber 2015 wurde er zum künst­le­ri­schen Leiter des Voix Nou­vel­les-Pro­gramms der Royau­mont Foun­da­ti­on ernannt.