claude debussy

Werke:
  • Pelléas et Mélisande, Sinfonie zusammengestellt von Marius Constant
Konzerte:

17. nov Entflammte Seele

18. nov Entflammte Seele

Debussy (1862-1918) studierte Klavier, u.a. bei Antoine Francois Marmontel, und Komposition, u.a. bei Ernest Guiraud (*1837, 1892) und César Franck, und gewann 1884 den Rom-Preis. Nach einem zweijährigen Rom-Aufenthalt ließ er sich in Paris nieder, unternahm jedoch mehrere
Reisen (u.a. nach Bayreuth, London, Italien, Russland, in die Niederlande). Debussy war auch als Pianist und Dirigent sowie als Bearbeiter von Werken anderer Komponisten tätig und verfasste zahlreiche Aufsätze und Kritiken.
In Debussys Schaffen kündigt sich der Übergang von der Musik des 19. Jahrhunderts zu den erweiterten Ausdrucksformen der Neuen Musik an. Das Frühwerk steht noch vorwiegend in der Nachfolge der französischen Musik der zweiten Hälfte des 19.Jh. (Alexis Emanuel Chabrier, Léo Delibes, Gabriel Fauré, Charles Gounod, Jules Massenet, Édouard Lalo) sowie Robert Schumanns und Frédéric Chopins. In der Harmonik ist der Einfluss Richard Wagners wirksam. Eine in Anlehnung an den Symbolismus in der Literatur und den Impressionismus in der Malerei als „impressionistisch“ bezeichnete Tonsprache bildete sich in der folgenden Phase (1889-1903)
heraus. Unter dem Eindruck der russischen (Aleksandr Borodin, Modest Mussorgskij) und der fernöstlichen (durch die Pariser Weltausstellung 1889 vermittelten) Musik entwickelte Debussy eine neuartige musikalische Sprache. Indem er von der Haltung abrückt, dass die
Musik Ausdruck gedanklicher Entwürfe sei, hebt er sich deutlich von der Romantik, speziell der Kunst Wagners, ab. In der anschließenden mittleren Schaffensperiode (beginnend um 1903) werden die formalen Konturen, besonders in der Herausarbeitung der melodischen Linien und einer geschärften Rhythmik, stärker betont. Diese Tendenz setzt sich auch in Debussys späten Werken (ab 1911/12) fort. Während insgesamt eine Hinwendung zu einer neuen Klassizität erkennbar ist, vereinen die späteren Kompositionen Debussys unterschiedliche Gestaltungsmittel wie Parodie, Stilformen des Jazz und expressionistische Ausdrucksmomente.