Fojan Gha­rib­ne­jad

Die kur­disch-ira­ni­scher Kom­po­nis­tin Fojan Gha­rib­ne­jad wurde 1995 in Tehe­ran gebo­ren, erhielt ihren ersten Musik­un­ter­richt mit 4 Jahren und absol­vier­te 2013 die Tehe­ra­ner Musik­schu­le als Gei­ge­rin. Neben ihrer kon­ti­nu­ier­li­chen pri­va­ten musi­ka­li­schen Aus­bil­dung erhielt sie 2014 auch ihr Diplom von der Nadere-Hags­henas Fine Arts High­school und stu­dier­te an der Tehe­ran Art Uni­ver­si­ty, Col­le­ge of Music. Seit Novem­ber 2015 stu­diert sie Kom­po­si­ti­on an der Leip­zi­ger Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy. Sie ist künst­le­ri­sche Lei­te­rin des Ensem­ble Con­tem­pora­ry Insights, arbei­tet zudem als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin im Museum für Musik­in­stru­men­te in Leip­zig und ist im Zen­trum für Gegen­warts­mu­sik (ZfGM) und im Insti­tut für Gender-Stu­di­en aktiv. Von 2017 bis 2019 arbei­te­te sie als Orga­ni­sa­to­rin und For­sche­rin beim fran­zö­sisch-deut­schen Kol­lo­qui­um „Inter­prè­tes et com­po­sitri­ces en France et en Allema­gne: appro­ches ana­ly­ti­ques, socio­lo­gi­ques et his­to­ri­ques.“ Sie wurde 2019 von AUDITIVVOKAL Dres­den beauf­tragt, eine Dia­log­kom­po­si­ti­on für „Neue Vokal­mu­sik für einen euro­päi­schen Dialog“ zu schrei­ben. Fojan Gha­rib­ne­jads Werke wurden auf ver­schie­de­nen Fes­ti­vals wie Darm­stadt Feri­en­kur­sen, ZfGM Fes­ti­val, Uner­hör­te Musik, Spec­trum, Kalv Fes­ti­val, Gau­dea­mus usw. auf­ge­führt.

 

Sich selbst beschreibt die Kom­po­nis­tin so:

Ich bin Fojan Gha­rib­ne­jad, aus Fleisch und Haut. Ich bin Schwarz. Ich bin in 35 ° 41’39.8 ″ N, 51 ° 25’17.44 ″ E gebo­ren und auf­ge­wach­sen und eine Künst­le­rin mit Sitz in 51 ° 20’22.63 ″ N, 12 ° 22’16.64 ″ E.

Der Körper eines Künst­lers ist beses­sen von der Ver­pflich­tung, sich selbst aus­zu­stel­len, um etwas sein zu können.

Die Wahl des Kör­pers als Aus­drucks­mit­tel ist ein Ver­such, mit etwas Ver­dräng­tem umzu­ge­hen.

Ich bin daran inter­es­siert, das Thema phy­si­scher und emo­tio­na­ler Schmerz in das tat­säch­li­che Zusam­men­spiel mensch­li­cher Inter­sub­jek­ti­vi­tät zu brin­gen.

Die Kom­po­si­ti­on, die Auf­füh­rung sollte sich einer Reihe von Inter­pre­ta­tio­nen öffnen.

Das Gefühl der Prä­senz kann nur durch Schall wirken.

Sound spielt eine Schlüs­sel­rol­le bei der Ver­än­de­rung des wahr­ge­nom­me­nen Rea­lis­mus und regt gleich­zei­tig die Vor­stel­lungs­kraft und Fan­ta­sien an.

 

Ich kom­po­nie­re Iden­ti­tät

Ich per­for­me Sub­jek­ti­vi­tät.

Ich dis­ku­tie­re über Geschlecht und pro­vo­zie­re Sexua­li­tät.

 

https://www.kereshmegharibnejad.com