Sansar Sang­i­dorj

Werke:
  • „Khara Khorum“
Konzerte:

16. Okt BrennWeite

Der 1969 in Ulaan Baatar (Mon­go­lei) gebo­re­ne Kom­po­nist und Pia­nist San­sar­ger­el­tech (bekannt als Sansar) Sang­i­dorj wuchs in einer künst­le­ri­schen Fami­lie in Ulaan Baatar, Mon­go­lei, auf. Sein erster Kla­vier­leh­rer war sein Vater, Choi­giv Sang­i­dorj, der auch Kom­po­nist war; seine drei Schwes­tern sind alle Pia­nis­ten; Sein erster Kom­po­si­ti­ons­leh­rer war Gon­chicks­sum­laa Samba. San­sars Mutter, Ärztin und ver­sier­te Künst­le­rin, war seine erste Zei­chen­leh­re­rin.

 

Seine for­ma­le musi­ka­li­sche Aus­bil­dung begann er als Acht­jäh­ri­ger der Ulaan-Baatar-Schule für Musik und Tanz und ab 1986 an der Ulaan-Baatar-Hoch­schu­le für Musik und Tanz. Am Mos­kau­er Kon­ser­va­to­ri­um stu­dier­te er u.a. bei Albert Leman (Kom­po­si­ti­on) und Elena Save­lie­va (Kla­vier). Anschlie­ßend besuch­te er einen Post­gra­du­ier­ten­kurs für Kom­po­si­ti­on am König­li­chen Kon­ser­va­to­ri­um in Madrid bei Antón García Abril. Sansar ist immer noch ein akti­ver Pia­nist, vor allem für seine eigene Musik. Er hat Kon­zer­te in Ulaan Baatar, Moskau, Zara­go­za und Huesca (Spa­ni­en) gege­ben, und beim Inter­na­tio­nal Com­po­sers Work­shop in Polen, der Huho Hoto Art Uni­ver­si­ty in der Inne­ren Mon­go­lei (China) und am Dart­mouth Col­le­ge.

 

Obwohl zahl­rei­che frühe Kom­po­si­tio­nen in Europa und den USA auf­ge­führt wurden, und Sansar seine Kar­rie­re als erfolg­reich bezeich­ne­te, über­leg­te er, seine Tätig­keit auf das Malen und Zeich­nen zu kon­zen­trie­ren. (Er war ermu­tigt worden, seine Bilder in Spa­ni­en ver­kau­fen zu können.) Die ent­schei­den­de Wen­dung kam 1999, als er Pro­fes­sor Theo­do­re Levin vom Dart­mouth Col­le­ge traf, der nach Ulaan Baatar gekom­men war, um Kom­po­nis­ten für Yo-Yo Mas Silk Road Pro­jekt zu ent­de­cken, das Kom­po­nis­ten der Länder ent­lang der alten Sei­den­han­dels­rou­te von China nach Europa neue Mög­lich­kei­ten eröff­ne­te. Im Jahr 2000 unter­nahm Sang­i­dorj seine erste Reise in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, um am Work­shop für die Silk Road in Tan­gle­wood teil­zu­neh­men. Diese Erfah­rung weckte erneut seinen Wunsch zu kom­po­nie­ren und ver­an­lass­te ihn, Ideen für neue Klang­far­ben zu ent­wi­ckeln, ins­be­son­de­re den Gebrauch mon­go­li­scher tra­di­tio­nel­ler Instru­men­te und die tra­di­tio­nel­len Gesangs­tech­ni­ken des mon­go­li­schen Lang­ge­sangs- und Kehl­kopf­ge­sangs ein­zu­be­zie­hen. „Khara-Khorum“ wurde für eine Mischung aus tra­di­tio­nel­len und west­li­chen Instru­men­ten für das Silk-Road-Pro­jekt kom­po­niert. Für das New Juil­li­ard Ensem­ble wurde eine eigene Ver­si­on erstellt und 2002 urauf­ge­führt.

Sein Kla­vier­kon­zert „Man and Nature“, das dem Andenken seines Vaters gewid­met ist, wurde 2013 von der mon­go­li­schen Staats­phil­har­mo­nie urauf­ge­führt, mit seiner Schwes­ter Saya als Solis­tin und Joel Sachs am Diri­gen­ten­pult.
Mitt­ler­wei­le wurde seine Musik in China, der Mon­go­lei, Deutsch­land, den Nie­der­lan­den, Polen, Russ­land, Schwe­den, Spa­ni­en, Bra­si­li­en, Ecua­dor und den USA auf­ge­führt. In der Mon­go­lei ist er immer noch aktiv, er hat viele Par­ti­tu­ren für Filme und Büh­nen­stü­cke in seiner mon­go­li­schen Heimat kom­po­niert, von denen meh­re­re mit großen Prei­sen aus­ge­zeich­net wurden. Seit eini­gen Jahren lebt er sowohl in den USA als auch in der Mon­go­lei.